Die
Schwestern hatten den Architekten Prof. Bruno Appolonj-Ghetti beauftragt,
etwas zu schaffen, das schön und einfach – einfach schön sei, und sie wurden
nicht enttäuscht. Das für den Bau der Kapelle verwendete Material kam aus
Europa und den nahen Mittelmeerländern; der größte Teil des Marmors stammt
aus Italien und wurde durch die Firma A. Pierotti gekauft.
Prof. Francesco Nagni, der Bildhauer von Apsis-Kreuz, Statuen und Ambos
verwendete den schönen weißen Carrara-Marmor aus Norditalien; der Korpus am
Kreuz it zwei Meter lang und besteht aus einem einzigen Stück fehlerfreien
Marmors. 
Für den Tabernakel wurde Onyx aus Pakistan verwendet, für die Strahlen des
Hintergrunds Onyx aus Algerien, Marokko und Circeon in Latium/Italien. Die
weiß-grau gestreifte Umrahmung des Tabernakels - ein selten vorkommender
Meer-Onyx mit dem Namen „Onyx der Fischersleute“ aus dem italienischen
Pescara - ist heute nicht mehr erhältlich.

Der Hauptaltar besteht aus “Verde tip Issorie” von den Bergen um das
Aostatal/Westitalien, stellt den Lebensbaum dar und birgt Reliquien der hl.
Barnabas, Augustinus, Ambrosius, Lucia und Maria Goretti.
Die beiden Statuen “Josef der Arbeiter” und “Maria, Mutter der Kirche” haben
je eine Höhe von 2,40 m und ein Gewicht von 18 bzw. 25 dz.


Eine
Schwester des Kunsthauers, Prof. Gilda Nagni, entwarf die Buntglasfenster
über und neben den beiden Seitenaltären mit Szenen aus dem Leben des hl.
Josef und der Gottesmutter; ihr Werk sind auch das große Rundfenster im
Emporeraum und das auf beiden Kirchenseiten
verlaufende obere Buntglasfenster-Band,
das Kirchenschiff und Altarraum in einer farbigen Licht-Einheit verbindet.
Die Fenster unmittelbar über den mit Marmor verkleideten Seitenwänden des
Kapellenschiffs stammen von Signor
Signorelli.
Die Kirchenpfeiler sind mit feinen Marmorsplittern überzogen, die in einem
Sonderverfahren manuell angebracht wurden. Marmor aus den Bergen rund um den
norditalienischen Gardasee befindet sich an den Wänden und auf der Empore.