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“Wir
verpflichten uns, jene persönlichen und gemeinsamen
Entscheidungen zu überdenken und zu ändern, die beitragen
zur Ausbeutung der Erde und zur Verarmung der Völker.“
(Generalkapitel der A. Schulschwestern v.U.L.Fr. - 1997)
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Zu
jeder Zeit ihrer Geschichte haben die A. Schulschwestern v.U.L.Fr. als Kongregation
in der Welt gemeinsam ihre Stimme erhoben, um sich
gegenseitig und die Menschheitsfamilie zu größerer Gerechtigkeit zu rufen.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden sie sich jedoch in einer tieferen
Weise bewusst, dass in der Welt von heute die Verpflichtung zur Bewahrung
der Schöpfung wesentlich zur Arbeit für Frieden und Gerechtigkeit gehören
muss.
Was ist gemeint, wenn
man sagt, dass es eine Verpflichtung zur „Bewahrung der Schöpfung“ gibt?
Die A. Schulschwestern v.U.L.Fr. anerkennen, dass der Mensch Teil der
Schöpfung und eng mit jedem anderen Aspekt der Schöpfung verbunden ist.
Die Überzeugung, dass die menschliche Gemeinschaft und die „Lebensgemeinschaft
Erde“ in rechter Beziehung zueinander leben müssen und dass die
menschliche Gemeinschaft nicht die übrige Schöpfung missbrauchen oder „verkonsumieren“
darf, ist grundlegend für diese Verpflichtung.
Wegen ihrer ökologischen Verantwortung für die Bewahrung der ganzen
Schöpfung glauben die A. Schulschwestern v.U.L.Fr., dass der christliche
Auftrag der
"Nächstenliebe"
sich nicht nur auf andere Menschen erstreckt, sondern auf alle
Teile der Schöpfung. Die Menschheitsfamilie ist gerufen, so zu leben, dass
die Beziehung mit der ganzen Schöpfung Leben ermöglicht und beidseitig
Leben fördert. In einer Welt zu leben, in der alles aufeinander angewiesen
ist und füreinander lebensfördernd sein kann, bedeutet für alle
Gemeinschaften - jene der Menschen und jene der Natur - den Verzicht auf
dualistische, hierarchische und patriarchalische Muster der Unterdrückung,
die ihre Wurzeln haben in Sexismus, Rassismus, Klassifizierung,
Seniorenfeindlichkeit, Militarismus, Gewalt, Geiz und Ausbeutung.
Die Überzeugung von der Integrität der Schöpfung
gründet im christlichen Glauben, dass die Schöpfung als Ganzes
gottgefällig ist, weil sie von Gott, dem Schöpfer des Lebens, kommt.
Analog dazu glauben die Schulschwestern, dass alle Lebensarten
letztlich in Beziehung zueinander stehen und miteinander und mit Gott
vernetzt sind. Als Frauen des Glaubens und der Hoffnung erklären sie:
 | Die Schöpfung ist eine Quelle der Offenbarung
Gottes. |
 | Die Ausbeutung der „Lebensgemeinschaft Erde“
ist eine moralische Krise. |
 | Ökologische Gerechtigkeit verlangt eine
nachhaltige Lebensweise. |
 | Bewahrung der Schöpfung ist grundlegend für
Gerechtigkeit und Frieden. |
 | Die internationale Kongregation der A.
Schulschwestern v.U.L.Fr. kann weltweit die ganze Schöpfungsgemeinschaft
positiv beeinflussen hin zu einer gerechten und nachhaltigen Lebensweise.
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 | Das Charisma der Schulschwestern ruft die
Schwestern auf, zur Heilung des verwundeten und leidenden Planeten
beizutragen durch eine erneute Verpflichtung zu einem radikalen und
prophetischen Lebensstil. |
Um die Integrität der Schöpfung
anzuerkennen und zu achten, tat das 21. Generalkapitel der Kongregation
der A. Schulschwestern v.U.L.Fr. einen Aufsehen erregenden Schritt, als es
die folgende Entschließung annahm:
„Wir, die
Mitglieder des 21. Generalkapitels, beauftragen das SHALOM-Netzwerk,
einen Prozess des Studiums und der Theologischen Reflexion über die
Werte und Prinzipien der Erdcharta zu planen und durchzuführen. Er
schließt Reflexionen ein über unsere Erfahrung im Bereich Bewahrung
der Schöpfung sowie über die Heilige Schrift, die katholische
Glaubenstradition und die Dokumente unserer Kongregation (ISG;
18./19./20. GK). Dieser Prozess soll der Kongregation helfen, um der
Gerechtigkeit willen sich mit neuen Initiativen einzusetzen für die
Bewahrung der Schöpfung in unserer Zeit.“
Mit der Annahme dieser Erdcharta-Entschließung durch
das Generalkapitel 2002 verbündeten sich die Schulschwestern mit den
vielen auf der Erde, die sich für ökologisches Bewusstsein und globale
Gerechtigkeit einsetzen. Das Generalkapitel rief die Schwestern auf der
ganzen Welt zu einer Seinsweise auf, deren Denken, Handeln und Leben
stärker von der rechten
Beziehung zu allen Formen des Lebens bestimmt wird. Es war ein Aufruf zur
Abkehr von allem, dem es in heutiger Zeit an Achtung und Ehrfurcht vor der
ganzen Schöpfung mangelt. Der Aufruf zur Bekehrung ergeht an die
Einzelperson wie an die Gemeinschaft und muss verwurzelt sein in der
Kontemplation als Lebensweise, die zu einer Änderung des Verhaltens, der
Beziehungen und der Strukturen im Leben führt.
Christliche Bekehrung verlangt eine neue Weise des Denkens und Lebens,
eine beständige Sinnes- und Herzensänderung
jeder einzelnen und der Gemeinschaft.
(IHR SEID GESDANDT,
Konstitution und Generaldirektorium; GD 51)
Was können wir tun?
 | Studieren Sie die
Soziallehre der
Kirche und was sie sagt über die Bewahrung der Schöpfung, auch was
andere Bekenntnisse und andere Glaubenstraditionen zu diesem Thema sagen.
Ein guter Ausgangspunkt dafür ist der
Weltkirchenrat. |
 | Finden Sie heraus, ob Ihre lokale
Bischofskonferenz irgendeine Aussage zum Thema Bewahrung der Schöpfung
gemacht hat. |
 | Lesen Sie etwas über
Ökologie und Religion. |
 | Reflektieren Sie in einer Gruppe miteinander
über das Geschenk des Wassers und verwenden Sie dazu:
Wasser als Lebensgut:
In Verteidigung unserer Schwester Wasser, eine kleine Broschüre, die
in vielen Sprachen erhältlich ist. |
 | Verbringen Sie Zeit in der Natur. Beobachten
Sie eine Blume, ein Insekt, einen Vogel oder schauen Sie einfach eine
Kuh fünf Minuten lang an. |
 | Wenn möglich, legen Sie einen Komposthaufen an
und schauen Sie zu, wie aus
Kartoffelschalen,
Orangenschalen, Kaffeesatz etwas Neues wird. Lassen
Sie
sich faszinieren von den Würmern, die den Abfall in eine “neue Schöpfung”
verwandeln. |
 | Sprechen Sie mit sich selbst,
wie Sie Ihr
Leben “vereinfachen” können. |
 | Kaufen Sie sich ein Fahrrad und nützen Sie es
auch! |
Um mehr über Bewahrung der Schöpfung und ökologische Gerechtigkeit
zu erfahren, besuchen Sie folgende Internetseiten:
Die Erdcharta
ist eine Deklaration grundlegender Prinzipien für den Aufbau einer
gerechten, nachhaltigen und friedlichen Weltgemeinschaft im 21.
Jahrhundert.

Das
UN-Umweltprogramm hilft Führungskräften, für die Umwelt zu sorgen,
indem sie Nationen und Völker inspirieren, informieren und befähigen, die
Qualität ihres Lebens zu verbessern, ohne den künftigen Generationen zu
schaden.
Die UN-Abteilung für
nachhaltige Entwicklung hilft Führungskräften und ist eine
authentische Quelle von Fachkenntnis innerhalb des UN-Systems für
nachhaltige Entwicklung. Sie fördert nachhaltige Entwicklung in ihrer
Arbeit mit der UN-Kommission über nachhaltige Entwicklung (CSD), die 1992
geschaffen wurde, um die Umsetzung der Entscheidungen der UN-Konferenzen
und UN-Gipfel zu Umwelt und Entwicklung zu überwachen und darüber zu
berichten.
Das
Umweltportal der Europäischen Kommission liefert aktuelle
Informationen über den Zustand unserer Umwelt, über Verfahrensinitiativen
und Themen der Gesetzgebung (in Englisch, Deutsch und einigen weiteren
europäischen Sprachen).
World Watch Institute liefert
unabhängige wissenschaftliche Untersuchungen für eine Gesellschaft, die
umweltfreundlich und sozial gerecht ist.
Viele Ordensgemeinschaften haben eine Website mit ökologischen
Nachrichten. Das
Holy Cross Internationale Büro zu Gerechtigkeit bringt Informationen
über relevante Umweltthemen.
Die
Sisters of St. Francis of Philadelphia bringen auf ihrer Website ein
Öko-Audit (“ökologische Buchführung”).
Friends of the Earth
International ist eine Föderation von autonomen Umweltorganisationen
aus verschiedenen Teilen der Welt (in englischer, spanischer und
französischer Sprache).
Bestellen Sie
Reuter’s Daily Environmental News
http://www.bund.net/lab/reddot2/wegweiser_2133.htm
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2005 by SSND
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Last updated:
17 April 2008
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