Millenniumsziele

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Nur für Schwestern

Als Mitglieder einer internationalen Kongregation sehen wir uns verpflichtet und in der Lage, eine weltweite Sicht und ein umfassendes Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln.“
Ihr seid gesandt, K 26, Konstitution der A. Schulschwestern v.U.L.Fr.


Armut, Hunger, Krankheit und Zerstörung der Umwelt haben ihre Auswirkungen auf Hunderte von Millionen Menschen und töten alle drei Sekunden ein Kind. Aber es gibt eine Zielsetzung, dies zu ändern. Im September 2000 unterzeichneten die Regierungschefs von 189 Ländern die UN-Millenniumserklärung (United Nations Millennium Declaration) und verpflichteten die Nationen der Welt zu einem Aktionsplan, der erstellt wurde, um eine Welt zu bauen, frei von Not und frei von Angst, eine Welt, in der alle Menschen in Würde leben dürfen und können.

Diese Agenda ist in den Millenniums-Entwicklungszielen (Millennium Development Goals) festgelegt, einer Gruppe von acht messbaren, zeitlich begrenzten Zielen – zur Bekämpfung von Armut, Hunger, Analphabetismus, Krankheit, Zerstörung der Umwelt und Diskriminierung der Frau, und zum Aufbau von Menschenrecht, guter Staatsführung und Demokratie.

Die Millenniums-Entwicklungsziele verpflichten Länder, sich gemeinsam einzusetzen, extreme Formen von Armut und Hunger zu beseitigen, allgemeine Elementarschulbildung zu ermöglichen, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern, Kindersterblichkeit zu senken, die Gesundheit der Müttern zu verbessern; HIV/AIDS und andere Krankheiten zu bekämpfen, nachhaltigen Umweltschutz zu gewährleisten und eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufzubauen. Diese Partnerschaften verlangen von reichen Nationen, Auslandsschulden zu erlassen, Entwicklungshilfe zu erhöhen und den armen Ländern einen fairen Zugang zum Markt und zur Technologie zu schaffen; umgekehrt verlangen sie von den ärmeren Ländern der Welt, Korruption zu beenden und transparente, nachhaltige Entwicklungspläne durchzuführen.

Die acht Millenniums-Entwicklungsziele

Albanisch, Weißrussisch, Tschechisch, Englisch, Deutsch, Ungarisch, Italienisch, Japanisch, Kiswahili, Polnisch, Portugiesisch, Slowenisch, Spanisch

*Ziel 1: Extreme Armut und Hunger beseitigen

bulletUmsetzung 1: Die Zahl der Menschen, die von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben, soll um die Hälfte gesenkt werden.
bulletUmsetzung 2: Der Anteil der Menschen, die unter Hunger leiden, soll um die Hälfte gesenkt werden.

*Ziel 2: Grundschulausbildung für alle Kinder gewährleisten

bulletUmsetzung 3: Alle Jungen und Mädchen sollen eine
vollständige Grundschulausbildung erhalten.

*Ziel 3: Gleichstellung und größeren Einfluss
            der Frauen fördern

bulletUmsetzung 4: In der Grund- und Mittelschulausbildung soll bis zum Jahr 2005 und auf allen Ausbildungsstufen bis zum Jahr 2015 jede unterschiedliche Behandlung der Geschlechter beseitigt werden.

*Ziel 4. Die Kindersterblichkeit senken

bullet

Umsetzung 5: Die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren soll zwischen 1990 und 2015 um zwei Drittel gesenkt werden.

*Ziel 5. Die Gesundheit der Mütter verbessern

bulletUmsetzung 6: Die Müttersterblichkeit soll zwischen 1990 und 2015 um drei Viertel gesenkt werden.

*Ziel 6. HIV/Aids, Malaria und andere Krankheiten
             bekämpfen

bulletUmsetzung 7: Die Ausbreitung von HIV/Aids soll bis 2015 zum Stillstand gebracht und zum Rückzug gezwungen werden.
bulletUmsetzung 8: Der Ausbruch von Malaria und anderen schweren Krankheiten soll bis 2015 unterbunden und ihr Auftreten zum Rückzug gezwungen werden.

*Ziel 7: Eine nachhaltige Umwelt gewährleisten

bulletUmsetzung 9: Die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung sollen in der nationalen Politik übernommen werden; dem Verlust von Umweltressourcen soll Einhalt geboten werden.
bulletUmsetzung 10: Die Zahl der Menschen, die über keinen nachhaltigen Zugang zu gesundem Trinkwasser verfügen, soll bis 2015 um die Hälfte gesenkt werden.
bulletUmsetzung 11: Bis zum Jahr 2020 sollen wesentliche Verbesserungen in den Lebensbedingungen von zumindest 100 Millionen Slumbewohnern erzielt werden.

*Ziel 8: Eine globale Partnerschaft im Dienst der Entwicklung
             schaffen

bulletUmsetzung 12: Ein offenes Handels- und Finanzsystem,
das auf festen Regeln beruht, vorhersehbar ist und nicht
diskriminierend wirkt, soll weiter ausgebaut werden. Dies
schließt eine Verpflichtung zu guter Staatsführung, zur
Entwicklung und zur Beseitigung der Armut sowohl auf
nationaler wie auf internationaler Ebene ein.
bulletUmsetzung 13: Auf die besonderen Bedürfnisse der am
wenigsten entwickelten Länder muss entsprechend eingegangen werden. Dazu gehören der zoll- und quotenfreie Marktzugang für die Exporte dieser Länder; die verstärkte Schuldenerleichterung für die hochverschuldeten armen Länder; die Streichung aller bilateralen öffentlichen Schulden dieser Länder; sowie eine großzügigere Entwicklungshilfe für Länder, die wirkliche Anstrengungen zur Senkung der Armut unternehmen.
bulletUmsetzung 14: Auf die besonderen Bedürfnisse der Binnenstaaten und der kleinen Inselentwicklungsländer muss entsprechend eingegangen werden (durch das Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung von Entwicklungsländern kleiner Inselstaaten und das Ergebnis der 22. Sondersitzung der Generalversammlung).
bulletUmsetzung 15: Die Schuldenprobleme der Entwicklungsländer mit niedrigen und mittleren Einkommen müssen durch Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene umfassend und wirksam angegangen werden, damit ihre Schulden auf lange Sicht tragbar werden.
bulletUmsetzung 16: In Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern soll für die Schaffung menschenwürdiger und produktiver Arbeitsplätze für junge Menschen gesorgt werden.
bulletUmsetzung 17: In Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie sollen lebenswichtige Medikamente in den Entwicklungsländern zu erschwinglichen Preisen verfügbar gemacht werden.
bulletUmsetzung 18: In Zusammenarbeit mit dem Privatsektor sollen die Vorteile der neuen Technologien, insbesondere der Informations- und Kommunikations-Technologien, verfügbar gemacht warden.
 

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Last updated:17 April 2008